Liebe zu Jesus wird sichtbar auf unseren Gesichtern, wenn wir Ihn wirklich an erster Stelle in unserem Herzen haben

 

 

Einfahrt zum Gelände der Evangelischen Marienschwesternschaft, Darmstadt - erbaut aus Liebe zu Gott

Der auferstandene Herr begann Seine Gemeindearbeit nicht mit der Frage: Ist dein Glaube richtig? Sondern: Hast du Mich lieb? In unserer Schwesterngemeinschaft, der 20 Jahre später eine kleine Brüder-Kommunität angeschlossen wurde, geht es immer neu um die Beantwortung dieser einen Frage. Liebe lässt sich nicht konservieren, sondern muss durch die Begegnung mit Jesus täglich erneuert werden.

Einer Berufung zu folgen ohne Aussicht auf Karriere, unverheiratet, ohne Anspruch auf Ausbildung, Taschengeld und Privatbesitz, ist in unserer konsumorientierten Zeit eine große Herausforderung, und die Bereitschaft zu einem verbindlichen Leben in der Nachfolge Jesu wird uns nicht leicht gemacht. Doch Jesus ist derselbe! Damals wie heute wirbt Er um unsere Liebe. Er allein ist imstande, die tiefste Sehnsucht unseres Herzens auszufüllen und eine Freude zu geben, die niemand von uns nehmen kann. Der Dank für Seine vergebende Liebe bringt unseren manchmal nur noch glimmenden Docht der Liebe zu immer neuem Brennen.

Jesu letzte Bitte an Seinen Vater war, dass alle, die zu Ihm gehören, untereinander eins sein sollen (Johannes 17,21). Darum hießen wir anfangs „Ökumenische Marienschwesternschaft“. 1947 war das sehr ungewöhnlich, denn damals waren die Mauern zwischen den Konfessionen noch so hoch, dass sie vielfach die Sicht füreinander versperrten.

 

In späteren Jahren begann sich jedoch eine Ökumene zu entwickeln, die Jesus nicht mehr in die gemeinsame Mitte stellte und nichtchristliche Religionen zu integrieren suchte. Um nicht Teil dieser falsch verstandenen Ökumene zu sein, änderten unsere Gründermütter den Namen in „Evangelische Marienschwesternschaft“. Wir freuen uns über die ökumenischen Aufbrüche unserer Tage, da wir uns unter dem Kreuz des Sohnes Gottes finden.

Warum gerade dieser Name?

 

Maria, die Mutter Jesu, begleitete ihren Sohn in Liebe und Treue von der Krippe bis zum Kreuz. Es ist unser Anliegen, dass ihr auf evangelischer Seite der Platz eingeräumt wird, der ihr nach der Heiligen Schrift zusteht (Lukas 1,48). In den Worten: „Was er euch sagt, das tut“ (Johannes 2, 5) kommt Marias vorbehaltlose Hingabe und ihr vertrauender Gehorsam zum Ausdruck. Diese Worte sind auch für unseren Weg in der Nachfolge Jesu verbindlich.


Alle unsere Aufträge sind aus Liebe zu Gott entstanden. Er muss verherrlicht und von vielen erkannt und geliebt werden. Dass die Braut Jesu aus allen Völkern für Seine Wiederkunft bereitet wird, dafür wollen wir leben.