Israel, Gottes auserwähltes Volk
 

Es schreit, es schreit ohn Enden das Blut an unsren Händen, die große Schuld an Israel. Sie ist nicht abgetragen, kein Mensch kann je aussagen, wie bergeshoch ist diese Last.
 
 Jetzt lasset uns tief büßen, uns legen zu den Füßen derer, die wir zu Tod gequält. O daß wir gut nun machten, was Böses wir vollbrachten, und Liebes tun dem Volk des Herrn!
 
 Jesus, das Lamm voll Wunden, blutend, daß wir gesunden, steh allezeit vor unsrer Seel. Ihn haben wir geschlagen. O höret Ihn doch klagen: Mich schluget ihr in Meinem Volk!
 
 Aus unserem Israelgebet     siehe auch Israel, Mein Volk.


Als Deutsche können wir uns nur mit unter diese Schuld stellen und wie Daniel sprechen: "... meine und meines Volkes Sünde."  Unsere beiden Mütter sind uns darin vorangegangen, obwohl sie im Dritten Reich klar gegen Hitler eingestellt waren.  Kalten Herzens sind wir – auch als christliche Gemeinde – wie der Priester und der Levit  in Lukas 10 an dem vorübergegangen, der, unter die Räuber gefallen, zu Tode gemartert am Wege lag.

 

In Jerusalem-Talpiot steht unser Abrahamhaus, wo wir nun seit über 35 Jahren Trösterdienst tun dürfen. Juden, die durch die schweren Leiden der Konzentrationslager gegangen sind, konnten hier in Beth Abraham gestärkt werden. Innere Wunden begannen zu heilen. Die vergebungsbereite Liebe und die demütige Dankbarkeit ihrer Gäste hat unsere Schwestern immer wieder tief beschämt.

Photos: Béth Abraham

Zum Thema: Israel und die Gemeinde Jesu