Erbarmen über Deutschland?




 
 
 
 
 
 
 
 
 

Gott hat Deutschland unfasslich begnadigt und reich gesegnet. Er ließ uns mit
einem sehr großen Erbe frei unsere Wege ziehen – doch Sein Herz weint. Der vermeintlichen Freiheit, Überlegenheit und Unabhängigkeit folgte ein mehr und mehr unverbindlicher arroganter Lebensstil. Doch Unverbindlichkeit wird zur Gebundenheit, und Arroganz bringt zu Fall. „Made in Germany“ verlor an Qualität, wachsender Wohlstand, steigender Konsum, der leichtfertige Umgang mit dem kostbaren Erbe führte schließlich zum Ausverkauf unserer Werte.
 
Im Gleichnis kommt der verlorene Sohn erst durch eine Hungersnot, eine „Schweinetrog-Erfahrung“, zur Besinnung. Warum soll der Umbesinnungsprozess erst einsetzen, wenn äußere Verhältnisse chaotisch werden und es nur noch ums Überleben geht? Warum nicht vorher umkehren, zu unserem Vater gehen und Ihm sagen:
„Vater, wir haben gesündigt – den überschwänglichen Reichtum Deiner Gnade, Dein Erbe, billig vergeudet und verschleudert. Wir haben leichtfertig Deine Gebote
verworfen, uns gemessen nach eigenem Maß und gemeint, es sei alles erlaubt. Wir haben Grenzen überschritten und Deinen Heiligen Namen unglaubwürdig gemacht vor der ganzen Welt. Wir sind nicht wert, vor Dir zu erscheinen. Wenn Du uns dennoch wieder aufnimmst, wollen wir unserem älteren Bruder Israel dienen und den
geringsten Platz dankbar aus Deinen Händen nehmen.
 
Erbarme Dich noch einmal über Deutschland.“ Auf halbem Weg würde uns der Vater entgegeneilen und uns in die Arme schließen. Wie lange hat Er auf die Stunde
dieser Wiedervereinigung gewartet – Grund genug, ein großes Freudenfest zu feiern! (nach Lukas 15, 11–24, Gleichnis vom verlorenen Sohn )
 
Sr. Joela Krüger
© Evangelische Marienschwesternschaft e.V., Darmstadt
Weitere Impulse: www.erbarmenueberdeutschland.de
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