Kanaan-Tagesgruß


 

Wer schwer an Gottes erbarmende Liebe glauben kann, der bedenke, dass Gott uns einst im Himmel das Kleinste Gute vergelten wird, obgleich Er uns in Wirklichkeit gar nichts zu vergelten hätte. Wie ginge es uns, wenn Gott unser Tun abwiegen wollte! Würde Er in eine Schale unsere Sünde, unser Versagen legen und in die andere, was wir gesät haben an Gutem aus Liebe zu Ihm, so würde immer die Schale mit der Sünde tief nach unten ziehen. Und doch vergilt Er uns, lohnt uns den kleinsten Becher Wasser, den wir dem Nächsten gereicht haben. Das hilft uns, im Angesicht unserer Sünden und unseres Versagens zu glauben, dass Gott nicht handelt nach unseren Sünden, sondern nach Seiner großen Barmherzigkeit (Psalm 103,10).

 

Aus „Der niemand traurig sehen kann“ von M. Basilea Schlink

 

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