ZEITENWENDE




 
 
 
 
 
 
 
 
 

Durch einen Stern führte der Schöpfer des Weltalls Fremde aus der Ferne den Weg nach Bethlehem (Matthäus 2). Als Beobachter des Himmels hatten sie begriffen, dass Gott eingegriffen hat. Das auffallend helle Licht am Nachthimmel wurde für sie zur Ankündigung eines gewaltigen Machtwechsels – ein Signal für die Ent­thronung der Großen dieser Welt – der Beginn eines neuen Zeitalters. Dieses richtet sich bis heute nach einer Geburtsstunde im Stall, die unter ärmlichsten Verhältnissen und unter bedrängenden politischen Umständen in einem kleinen, unbedeutenden Land stattgefunden hat.
 
Seit Jahrhunderten zählen Herrscher dieser Welt ihre Tage nach dem sanftmütigen, von Herzen demütigen König der Juden. Die Freude auf diesen kommenden König brachte die Fremden aus dem Osten in Bewegung. Der Stern der Hoffnung ging voran und zeigte ihnen den Weg.
 
Das Dunkel, die Ungewissheit, die Reisestrapazen – nichts war ihnen zu viel, um dieses Kind zu suchen, zu finden und anzubeten. Mit der Frage: „Wo ist der neugeborene König der Juden?“ waren sie in Jerusalem angekommen und versetzten damit den machthungrigen Herodes und alle, die um ihre Position bangten, in höchste Alarmbereitschaft. Die Kenner der Heiligen Schrift hatten zwar die richtige Antwort: „In Bethlehem in Judäa“, aber sie blieben hinter ihren Schreibpulten und eilten nicht den Suchenden voran. Die Sehnsucht nach dem verheißenen Messias war nicht groß genug, um sie in Bewegung zu bringen.
 
„Als sie den Stern sahen“, so wird uns über die Reisenden berichtet, „wurden sie hocherfreut“; denn er blieb über dem Haus stehen, das nach der großen Not der Herbergslosigkeit Übergangsquartier für die arme Familie geworden war. Die Einfachheit der Verhältnisse konnte sie nicht irritieren. Die ersten Vertreter aus Völkern und Nationen fielen vor dem Kindlein nieder, beteten es an und brachten Ihm, Seiner Königswürde entsprechend, ihre Gaben. Ihn anzubeten war ihr größter Lohn – diese Stunde ihnen alles wert!
 
„Wo ist der neugeborene König der Juden?“ war die erste Frage. „Wie empfange ich den wiederkommenden König der Juden?“ wird die letzte Frage sein. Der König aller Könige und Herr aller Herren wird erscheinen, wenn die Nacht am dunkelsten ist: Jesus Christus – dessen strahlendes Licht die Nationen erleuchtet zum ewigen Preis und Ruhm Seines Volkes Israel!
 
Sr. Joela Krüger
© Evangelische Marienschwesternschaft e.V., Darmstadt
www.kanaan.org . SJK 6

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